Europa führend bei 5G-NTN-LEO-Satellitenbetreibern
Europa entwickelt sich zu einem wichtigen Standort für satellitengestützte IoT-Kommunikation. Insbesondere im Bereich Non-Terrestrial Networks (NTN) und Direct-to-Device-Ansätzen (D2D) sind zahlreiche Betreiber und Technologieanbieter auf dem Kontinent aktiv. Ein Großteil der derzeit bekannten 5G-NTN-LEO-Satelliteninitiativen hat seinen Ursprung in Europa.
Neben 3GPP-standardisierten 5G-NTN-Ansätzen gewinnen auch alternative Verfahren für schmalbandige IoT-Kommunikation über Satellit an Bedeutung. Dazu zählt unter anderem LR-FHSS (Long Range – Frequency Hopping Spread Spectrum) von Semtech. Europäische Start-ups wie Fossa Systems (Spanien), Lacuna Space (Großbritannien) und Plan-S (Türkei) zählen zu den Akteuren, die LR-FHSS für satellitengestützte IoT-Anwendungen einsetzen oder erproben.
Plan-S verfolgt dabei ein vergleichsweise ungewöhnliches Konzept. Ab 2026 sind kompakte LEO-Satelliten geplant, die sowohl 3GPP-NTN als auch LR-FHSS unterstützen sollen. Ziel ist es, unterschiedliche Funktechnologien innerhalb einer Satellitenplattform zu kombinieren und damit verschiedene Anwendungsfälle abzudecken.

Derzeit befinden sich sowohl 5G-NTN-LEO-Dienste als auch LR-FHSS-basierte Satellitenangebote noch in der Entwicklungs- oder Testphase. Kommerzielle, flächendeckend verfügbare Dienste sind bislang nicht etabliert. Entsprechend konzentrieren sich viele Aktivitäten auf Pilotprojekte, Evaluierungskits und frühe Feldtests.
Parallel dazu werden Antennen- und Endgerätekonzepte für den Einsatz in NTN-Szenarien entwickelt. Ein technischer Fokus liegt auf Multiband-Antennen, die mehrere Mobilfunk- und Satellitenstandards abdecken sollen. Solche Antennenkonzepte können Platzbedarf und Kosten reduzieren und die Integration in kompakte IoT-Geräte erleichtern.
Für Entwicklungs- und Testzwecke entstehen zudem offene Hardware- und Software-Plattformen, die auf gängige Modulformate wie M.2 oder Feather setzen. In einigen Projekten kommen Open-Source-Werkzeuge für Schaltplan- und Layout-Design sowie offene Protokoll-Stacks zum Einsatz. Ziel ist es, den Einstieg in 5G-NTN- und LR-FHSS-Tests zu vereinfachen und die Übertragbarkeit in eigene Prototypen zu ermöglichen.
Ein zentrales Unterscheidungsmerkmal zwischen den Technologien ist der Energiebedarf. Laut Herstellerangaben benötigt LR-FHSS im Vergleich zu 5G-NTN weniger Energie, während sich die Modulgrößen in einem ähnlichen Rahmen bewegen. Welche Technologie sich für einen konkreten Anwendungsfall besser eignet, hängt unter anderem von Datenrate, Latenz, Energieversorgung und globaler Verfügbarkeit ab.
2026 wird sich zeigen, inwieweit kombinierte Satellitenkonzepte und parallele Funktechnologien im Markt bestehen können. Europa bleibt dabei ein wichtiger Experimentier- und Entwicklungsraum für satellitengestützte IoT-Kommunikation.
Ab sofort bieten Antennity und Embever das Antennity NTN Evaluierungskit an. Es enthält ein Funkmodul, integrierte Loop-Antennen, Open-Source-Code für CoAP DTLS 1.2 CID Client und Server, sowie Code zum Testen der Sensoren und Netzparameter. Ein Dashboard auf Basis von ThingsBoard und die Satellitenkonnektivität runden das Paket ab. Der Kunde schaltet das Kit ein und erhält sofort einen umfassenden Überblick über die terrestrischen und orbitalen Netze.













