Emnify arbeitet mit anderen Unternehmen am EU Projekt „ORIGAMI“ zu Grundlagen künftiger 6G Netze
Der IoT-Konnektivitätsanbieter Emnify arbeitet im EU-geförderten Forschungsprojekt ORIGAMI mit einer Reihe großer Telekommunikationsunternehmen, Netztechnikhersteller und Forschungseinrichtungen an Grundlagen für künftige 6G-Netze. Das Ziel des Projekts ist die Entwicklung neuer Architekturbausteine für ein global einheitliches 6G-Netz.
Dazu gehören eine Global Service-Based Architecture (GSBA), die Dienste weltweit interoperabel machen soll, ein Zero-Trust-Exposure-Layer zur sicheren Bereitstellung von Netzfunktionen sowie ein Compute-Continuum-Layer, der Rechenressourcen flexibel zwischen Cloud, Edge und Netzwerk verteilt. Diese Konzepte sollen helfen, Latenzen zu senken, Skalierbarkeit zu erhöhen und verteilte IoT-Anwendungen robuster zu gestalten.
Für Emnify ist das Projekt von strategischer Bedeutung. Das Unternehmen bringt seine Erfahrungen als Anbieter cloud-nativer IoT-Konnektivität ein und stellt reale Use-Cases bereit, damit die entstehenden 6G-Konzepte praxisnahe Anforderungen berücksichtigen. Beim jüngsten Treffen des Konsortiums in Würzburg präsentierte Emnify eine eigene Observability-Plattform, mit der sich Latenz und Verfügbarkeit über globale Roaming-Partnerschaften hinweg analysieren lassen. Solche Monitoring-Werkzeuge gelten als essenziell, um die Zuverlässigkeit zukünftiger 6G-Netze für industrielle und sicherheitskritische Anwendungen zu gewährleisten.
Im Konsortium befinden sich auch Unternehmen, deren Geschäftsmodelle teilweise im direkten oder indirekten Wettbewerb zu Emnify stehen. Telefónica und TIM betreiben eigene IoT-Konnektivitätsplattformen und bieten weltweite SIM- und eSIM-Dienste an. Cumucore und IS-Wireless entwickeln modulare 5G- und 6G-Kernnetze für private Industrieumgebungen, ein technisches Segment, das funktional mit Emnifys cloud-basiertem Kernnetz für IoT-Anwendungen überschneidet. Dennoch arbeiten alle Partner im Rahmen von ORIGAMI gemeinsam an offenen Architekturansätzen, die künftige 6G-Systeme interoperabler und effizienter machen sollen.
Das Projekt wird durch die europäische 6G-Initiative SNS-JU finanziert und gilt als eines der zentralen Forschungsprogramme, das technische Grundlagen für die angestrebte europäische Führungsrolle im kommenden Mobilfunkstandard schaffen soll.
Zusammenfassung (tl;dr)
- Emnify arbeitet im EU-Projekt ORIGAMI mit Telkos und Netztechnikfirmen an 6G-Grundlagen.
- Das Projekt entwickelt neue Architekturbausteine wie GSBA, Zero-Trust-Layer und Compute-Continuum.
- Emnify liefert reale IoT-Use-Cases und eine Observability-Plattform für Latenz- und Verfügbarkeitsmessungen.
- Im Konsortium sitzen auch Wettbewerber wie Telefónica, TIM, Cumucore und IS-Wireless.
- ORIGAMI soll Europas Position im zukünftigen 6G-Standard stärken.
- Offizielle ORIGAMI Webseite














